Pulled Pork Gasgrill

Räuchern

Räuchern auf dem Gasgrill

Bei einem Pulled Pork auf dem Gasgrill darf natürlich auch eine Sache nicht fehlen – nämlich das Räuchern. Eine rauchige Note unterstützend zu deinem Rub, verleiht deinem Fleischstück nochmal einen besseren Geschmack. Soviel zum Themeneinstieg – doch kann man auf einem Gasgrill räuchern? Ja und das sogar unabhängig vom Gasgrill. Egal ob der Grill vom Marktführer Weber kommt oder eher ein „No Name“ Grill ist, alles was du benötigst sind Räucherchips bzw. Holzchips und eine Räucherbox.
Es ist auch recht simpel, die Gasgrill Räucherchips werden einige Zeit gewässert und kommen anschließend in die Räucherbox oder alternativ in ein Paket aus Alufolie. Die Box solltest du möglichst unter dem Grillrost auf den Brenner des Gasgrills auflegen, sodass sich die Box schneller erhitzen kann und die Holzchips Rauch abgeben. Viele Grillhersteller wie z.B. Weber haben am Brenner extra dafür vorgesehene Flächen. Sollte das bei dir nicht möglich sein, kannst du die Räucherbox alternativ auch direkt auf das Grillrost stellen. Der Effekt bleibt gleich, nur braucht die Box dann etwas länger, bis sich der Rauch entwickelt.

Im nächsten Step kannst du den Grill Deckel schliessen und so einen ähnlichen Effekt erzielen wie bei einem Räucherofen. Der geschlossene Deckel sorgt für eine geschlossene Atmosphäre in der sich der Rauch sammelt und folgerichtig das Grillgut eingeräuchert wird.

Tipp: Wenn du Fleisch smoken möchtest, solltest du es am besten auf die gegenüberliegende Seite von der Räucherbox auflegen, damit der Rauch an der Stelle an der er aufsteigt, keinen direkten Kontakt zum Fleisch hat. Die Räucheratmosphäre bei geschlossenem Deckel ist bereits ausreichend. Bei Fisch wie z.B. Forelle ist der direkte Rauchkontakt völlig okay, denn dieser verträgt den direkten Rauch von den Chips deutlich besser.

Räucherbretter

Neben den Räucherchips, sind Räucherbretter bzw. Holzplanken eine weitere Möglichkeit, um auf dem Gasgrill zu räuchern und so deinem Grillgut ein rauchiges Aroma zu verleihen. Die bekanntesten Holzplanken sind aus Zedernholz und eignen sich besonders für Fisch, wie Lachs oder Forellen.

Ein großer Vorteil der Holzplanke ist das indirekte Grillen bzw. räuchern auf dem Gasgrill. Es schirmt das Grillgut von Flammen ab, empfängt aber gleichzeitig die notwendige Hitze für das Garen und bleibt so sehr saftig.

Wie räuchert man mit einem Räucherbrett?

Ähnlich wie beim räuchern mit Chips, muss ein Räucherbrett mindestens eine Stunde in Wasser gelegt werden, um die Feuchtigkeit anzunehmen. Fülle daher eine Form oder Alternativ eine eckige Schale mit Wasser und lege das Brett hinein. Danach solltest du es beschweren, damit das Brett unter Wasser bleibt und sich vollsaugen kann. Als Gewicht kannst du z.B. ein mit Wasser gefülltes Glas nehmen. Nachdem das Brett eine Stunde im Wasser war, öffnest du den Grill Deckel des vorgeheizten Gas-oder Kugelgrills und platzierst das Räucherbrett auf dem Grillrost. Da das Räucherbrett sofort die Hitze annimmt, kannst du im Anschluss sofort das Grillgut auf das Brett auflegen und den Deckel schliessen. Bereits nach kurzer Zeit wirst du bemerken, dass es anfängt zu knistern und der Räuchervorgang einsetzt. Sobald das Grillgut gar ist, kann das Brett mit Wasser abgelöscht werden.

Tipp Räucherbretter

Die Dicke des Holzes ist entscheidend, wie häufig die Holzplanke verwendet werden kann. Die Regel dabei ist, je dicker das Holz, desto häufiger kann es genutzt werden. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch, dass du beim Preisvergleich die Stückzahl beachten solltest. Sehr dünne Holzplanken werden oft nur einmal genutzt, du erhälst jedoch in der Regel auch eine größere Stückzahl geliefert. Die bekanntesten Anbieter für Räucherbretter bzw. Holzplanken bei Amazon sind:

Räuchern – das passende Holz

Sowohl beim räuchern mit Chips, als auch mit der Holzplanke, solltest du vorher prüfen, ob das zu verwendende Räucherholz auch tatsächlich zu deinem Grillgut passt, denn jedes Holz hat seine ganz eigene Note und verleiht über den Rauch einen anderen Geschmack. Das bedeutet auch, dass nicht jedes Räucherholz für dein Grillgut geeignet ist. Ein gutes Beispiel liefert dir Zedernholz. Das Raucharoma passt perfekt zu Fisch, wie Lachs oder Forelle, aber für Fleisch wie Spareribs ist es hingegen ungeeignet.

Welche Hölzer eignen als Räucherholz?

Hier findest du nachfolgend eine Orientierung, welches Holz ganz allgemein zu welchem Grillgut passt. Probiere einfach mal unterschiedliche Holzsorten aus und entscheide selbst, welches Raucharoma dir am besten gefällt. Mein persönlicher Favorit ist Hickory. Es passt sowohl für Schweinefleisch wie Spareribs oder auch Rindfleisch wie Beef Brisket. Wie du der Tabelle entnehmen kannst, ist es für Räucherfisch Klassiker wie die Forelle jedoch ungeeignet.

Tabelle passende passende Holzsorten Räuchern auf dem Gasgrill




Tipp – Holzchips mischen

Solltest du mehrere Räucherchips Sorten haben, kannst du für den kleinen Kick auch mal die Holzchips Sorten untereinander mischen. Prüfe vorab jedoch, ob die zu mischenden Sorten mit deinem Grillgut harmonieren.

Dieses Holz eignet sich nicht zum räuchern

Als Themeneinstieg weißt du bereits, dass je nach Fleischsorte, einige Holzsorten bzw. Räucherchips besser mit dem Fleisch harmonieren, als andere. Doch gerade bei nicht gekauften Holz ist nicht nur die Sorte wichtig, sondern auch das Holz selbst. Wenn du folgende Punkte beachtest, kann nichts schief gehen. Verzichte beim smoken auf:

Faules Holz

Benutze auf keinen Fall Holz, das bereits optisch nicht gesund aussieht oder gar faulig riecht. Faules Holz erkennst du bereits durch einen einfach Geruchstest. Wenn das Holz schon “muffig” riecht, dann lass die Finger davon.

Neues und frisches Holz

Ebenso solltest du auch kein frisches Holz nutzen, denn frisches Holz enthält zu viel Flüssigkeit. Das Holz fängt schnell und unangenehm stark an zu qualmen und kann nicht richtig verbrennen.
Tipp: Holz sollte mindestens 2 Jahre trocken gelagert werden, bevor es sich zum Smoken eignet.

Nadelholz

Nadelholz zeichnet sich durch einen hohen Harzanteil aus, was beim smoken zu bitteren Aromen führt. Es ist somit entsprechend ungeeignet. Zu den Holzsorten gehören auch: Fichtenholz, Tannenholz, Eibe, Lärche und Kiefer.

Ölige Holzsorten

Hier solltest du besonders aufpassen! Das Problem liegt in den enthaltenen ätherischen Ölen im Holz, welche auf die Hitze beim räuchern reagieren. Die Verwendung kann Schwindel und Übelkeit auslösen.

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